von Redaktion
Die Queen Mary 2, Flaggschiff der britischen Cunard Line und einer der berühmtesten Ozeanliner der Welt, hat seit einigen Wochen mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nachdem bereits Mitte November ein Hamburg-Anlauf aufgrund von Problemen an einer der vier Propellergondeln gestrichen werden musste, kommt es nun erneut zu Anpassungen – diesmal während der laufenden Karibikkreuzfahrt.
Die Schwierigkeiten machten sich erstmals im Rahmen der Nordeuropa-Reise vom 7. bis 19. November 2025 bemerkbar. Statt wie geplant in Hamburg festzumachen, musste die Queen Mary 2 kurzfristig nach Bremerhaven ausweichen – ein historisches Ereignis, denn dort lag der Ocean Liner zuvor noch nie.
Anschließend startete in Southampton eine reguläre Transatlantikfahrt nach New York, die auch mit der anschließenden Karibikreise kombiniert werden konnte. Schon die Atlantiküberquerung zeigte Verzögerungen: Am 26. November traf das Schiff mit Verspätung am Brooklyn Cruise Terminal ein. Die neuen Gäste wurden gebeten, erst zwei Stunden später als geplant zum Check-in zu erscheinen.
Doch auch in der Karibik wirkt sich der technische Defekt weiter aus. Die aktuelle Reise, die vom 26. November bis zum 8. Dezember 2025 dauert, muss nun ihren Fahrplan anpassen. Offiziell teilte Cunard mit, dass der für den 4. Dezember geplante Anlauf in Basseterre (St. Kitts) nach Absprache mit lokalen Agenten nicht stattfinden könne. Ein direkter Hinweis auf die technischen Probleme fehlt – dennoch liegt der Zusammenhang aufgrund der jüngsten Entwicklungen nahe.
Als Alternative bleibt die Queen Mary 2 am 3. und 4. Dezember länger in Bridgetown (Barbados) und gestaltet den Stopp zu einem Overnight-Aufenthalt. Der Besuch auf St. Lucia verschiebt sich dadurch um einen Tag nach hinten.
Cunard bestätigt, dass technische Spezialisten der Reederei und Partnerfirmen weiter an Bord arbeiten, um die Probleme an der betroffenen Antriebsgondel vollständig zu beheben. Solange ein Schiff nicht seine volle Reisegeschwindigkeit erreicht oder beim Manövrieren eingeschränkt ist, können Hafenmanöver und geplante Routen nicht in gewohnter Form durchgeführt werden.
Für die Gäste bedeutet dies zwar Änderungen im Reiseablauf, doch die verlängerte Zeit auf Barbados und der weiterhin geplante Besuch auf St. Lucia sorgen dafür, dass die Karibikreise trotz der Einschränkungen attraktiv bleibt.
Ursprünglicher Reiseverlauf (26.11.–08.12.2025):
New York City – Seetag – Seetag – Seetag – Philipsburg (St. Maarten) – Roseau (Dominica) – Bridgetown (Barbados) – Castries (St. Lucia) – Basseterre (St. Kitts) – Seetag – Seetag – Seetag – New York City
Neuer Reiseverlauf:
New York City – Seetag – Seetag – Seetag – Philipsburg (St. Maarten) – Roseau (Dominica) – Bridgetown (Barbados) – Bridgetown (Barbados – Overnight) – Castries (St. Lucia) – Seetag – Seetag – Seetag – New York City